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Krisenfest und äußerst vielfältig

Die Rheinpfalz berichtet am Samstag, 20.Juli, über unseren Auszubildenden Marko Schäfer und seine Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär- Heizungs- und Klimatechnik.


Marko am Filter einer Lüftungsanlage. (Foto Rheinpfalz, Frau Franck)

Berufe mit Zukunft: Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik- Augenmerk auch auf Allgemeinwissen.

Die Auswahl an Ausbildungsberufen – auch in der Pfalz – ist sehr groß. Die Serie Berufe mit Zukunft gibt einmal pro Monat Einblicke in einige dieser Berufsbilder. Auszubildende berichten dabei aus der täglichen Praxis. Im Vordergrund stehen relativ neue Berufsbilder, solche, deren Tätigkeitsfeld und Name mehrfach geändert wurden, sowie eher außergewöhnliche Berufe.

Eines ist der Beruf des Anlagenmechanikers für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik mit Sicherheit: krisenfest. Heizungen, Sanitäranlagen und Wasseranschlüsse werden die Menschen schließlich immer brauchen. Beim Bad Dürkheimer Unternehmen Kalbfuß absolviert Marko Schäfer zurzeit eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker. Und schätzt an diesem Beruf besonders die Vielfalt.

Fast jeder, der ein Haus oder eine Wohnung besitzt, dürfte schon einmal mit einem Anlagenmechaniker zu tun gehabt haben – oder zumindest mit jemandem, der einen der beiden Vorgängerberufe erlernt hat, die vor zehn Jahren zum Anlagenmechaniker zusammengefasst worden sind: Gas- und Wasser-Installateur und Zentralheizungs- und Lüftungs-Installateur. „Die Betriebe in unserer Branche waren ohnehin schon immer in beide Richtungen ausgerichtet“, sagt Thomas Kalbfuß, Geschäftsführer der Bad Dürkheimer Kalbfuß GmbH. „Deswegen war die Reform sinnvoll.“

Obwohl die Berufe artverwandt waren, haben sich die Anforderungen für Auszubildende allerdings „extrem erhöht“, wie Kalbfuß berichtet. Dreieinhalb Jahre dauert es vom ersten Tag als Lehrling bis zur Gesellen-Prüfung. Die meiste Zeit davon hat Marko Schäfer schon hinter sich; im Januar wird er aller Voraussicht nach seine Ausbildung abschließen. Und wird dann eine Vielzahl von Tätigkeiten erlernt haben. „Ein wichtiger Bereich ist die Trinkwasserinstallation“, sagt Kalbfuß. „Da gibt es bei Privathaushalten, Industrie und Gewerbe extreme Hygieneanforderungen.“ Eine weitere Aufgabe, die Anlagenmechaniker übernehmen, ist die „sehr aufwendige“ Vorwand-Installation in Bädern. Außerdem kümmern sie sich um alles Mögliche rund um das Thema Heizung: um Heizkörper, Kesselanlagen, Wärmepumpen. Kurz gesagt: Anlagenmechaniker sind immer Ansprechpartner, wenn es um die Haustechnik geht – um Sanitär, Heizung oder Lüftung.

„Wir haben schon immer das ganze Spektrum angeboten“, erzählt Kalbfuß, der die Leitung des heute 17 Mitarbeiter zählenden Familienunternehmens 1996 übernommen hat. Im Vergleich zum Jahr 1950, in dem sein Großvater den Betrieb gründete, und zu 1978, als der heutige Chef selbst seine Lehre begann, hat sich aber sehr vieles verändert. Ein Beispiel ist die sich permanent weiterentwickelnde Solartechnologie, mit denen Anlagentechniker auch zu tun haben: Weil es ständig neue und technisch leistungsfähigere Produkte gibt, müssen sie sich permanent weiterbilden, um die Installation und Wartung auf dem neuesten Stand anbieten zu können.

Es ist genau diese Vielfalt, die Marko Schäfer an dem Beruf gereizt hat. „Ich habe schon mit zwölf, 13 Jahren zu Hause gerne kleine Dinge repariert“, erzählt der 19-Jährige, der in Dannstadt-Schauernheim (Rhein-Pfalz-Kreis) lebt. Nach der zehnten Klasse machte er ein Praktikum in seinem jetzigen Ausbildungsbetrieb – und in diesen zwei Wochen stellten beide Seiten fest, dass sie sich eine künftige Zusammenarbeit vorstellen können. Der Realschulabschluss wird zwar nicht zwingend verlangt, sei aber de facto doch bei vielen seiner Azubi-Kollegen vorhanden, erzählt Schäfer.

„Wir nehmen auch sehr gute Hauptschüler“, sagt Kalbfuß. Er schaue bei Bewerbern aber nicht nur auf die Noten – vor allem auf die in Mathematik und Physik, aber auch auf die in Deutsch, weil Anlagenmechaniker auch Montageberichte anfertigen müssen –, sondern auch auf Auftreten, Benehmen und das Allgemeinwissen. Potenzielle Auszubildende lässt er Kopfrechnen, fragt sie nach den Namen von Bundeskanzlerin und Bundespräsident und erwartet eine (vernünftige) Antwort auf die Frage, warum der 3. Oktober in Deutschland Feiertag ist. „Es geht einfach darum, dass wir uns bei Kunden gut präsentieren“, sagt Kalbfuß. „Ohne Kunden und ihre Aufträge gibt es schließlich keine Firma.“

Marko Schäfer hat – wenn er nicht, wie an etwa eineinhalb Tagen pro Woche, in der Berufsschule in Neustadt ist – so gut wie jeden Tag auf Baustellen von Privat- oder Geschäftskunden zu tun. Sein Arbeitstag beginnt um 7.15 Uhr damit, Rohre ins Lager zu räumen, das Auto zu beladen oder aufzuräumen. Dann wird er einem Gesellen zugeteilt, mit dem er für den Rest des Tages zusammenarbeitet. Feierabend ist, wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, gegen 16.30 Uhr.

Bei Kalbfuß kann nicht jeder Auszubildende übernommen werden – Marko Schäfers Perspektive sieht aber ganz gut aus. „Wir bilden aus, um gute Mitarbeiter zu bekommen“, sagt sein Chef. „Das bedeutet für uns ja auch einen Kostenaufwand.“ Gesellen arbeiten im Betrieb als Kundendienstmonteure – betreuen also jeden Tag mehrere kleine Baustellen – oder als Projektmonteure. Diese Mitarbeiter sind für größere Baustellen zuständig. „Nach drei Jahren Gesellenzeit kann man seine Meisterprüfung machen, einen eigenen Betrieb eröffnen und selbst junge Leute ausbilden“, sagt Thomas Kalbfuß. Der überzeugt ist: „Der Beruf ist zukunftssicher.“

Zur Info

Dauer + Art der Ausbildung: Es handelt sich um eine duale Ausbildung. Der oder die Auszubildende verbringt Arbeitszeit im Betrieb und in der Berufsschule. Dazu kommen überbetriebliche Ausbildungsteile. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre.
Einsatzgebiete: Baustellen von Privatpersonen, Gewerbe- und Industriebetrieben.
Voraussetzungen: Formal reicht ein Hauptschulabschluss. Tatsächlich bringen viele Bewerber den Realschulabschluss mit.
Anforderungen: Erwartet werden gute Kenntnisse in Mathematik und Physik, handwerklich-technische Fertigkeiten und besondere Sorgfalt beim Umgang zum Beispiel mit Versorgungsleitungen.
Prüfung: Nach dreieinhalb Jahren macht der Auszubildende seine Gesellenprüfung, die aus einer kundenspezifischen Tätigkeit besteht. Dazu kommt ein Fachgespräch.
Ausbildungsvergütung: Nach Angaben der Arbeitsagentur verdient ein Azubi ab 450 Euro im ersten Jahr und bis zu 646 Euro brutto am Ende.

(Text Rheinpfalz, Frau Heß)

Presseartikel vom 20.07.2013

Aktuelles vom 24.07.2013

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